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Presse-Echo

Cd-Kritik von St. Schelle vom Musikzirkus-Magazin




Peewee Bluesgang – Boudoir de Luxe
Eigenvertrieb / www.peewee-bluesgang.de (2011)
(10 Stücke, 46:06 Minuten Spielzeit)

Die aus Iserlohn stammende Peewee Bluesgang gehört zu den dienstältesten Blues-Rockbands Deutschlands und ist seither eine der besten Blues-Rockbands Europas. Bereits im Jahr 1977 unter anderem von den Musikern Richard Hagel (Gesang, Perkussion) und Thomas Hesse (Gitarren, Gesang) gegründet, erschien im Jahr 1979 ihr erstes Album. Im Dezember 2011 erscheint nun - nach längerer Zeit - wieder ein neues Studioalbum unter dem Titel „Boudoir de Luxe“.



Sänger Hagel und Gitarrist Hesse sind immer noch dabei, sie stellen über die Jahre hin auch die feste Konstante der Band dar. Diese beiden haben sich unter anderem einige jüngere Musiker an die Seite gestellt. Das sind auf der neuen Produktion Andreas Müller (Bass, Akustikgitarre), Martin Siehoff (Schlagzeug, Perkussion), Karlos Boes (Saxophon) und Nico Kozuschek (Keyboards).

Auch wenn sich die Band einer Verjüngungskur unterzogen hat, so steht doch fest, dass sich die Peewee Bluesgang immer noch im Bluesrock bewegt. Die zehn neuen Stücke stammen dabei alle aus der Feder der Musiker selbst, wobei vor allem Thomas Hesse den Großteil der Stücke komponiert hat.

Mit einer Wah Wah-Gitarre und herrlich nostalgischen Orgelsounds startet die Band im Opener in den Track „Just In Heaven“ und klingt dabei so frisch und lässig wie lange nicht mehr. Schon dieser Opener kann überzeugen und macht einfach nur Spaß. Der Song klingt so unaufgeregt und doch fesselnd zugleich. Es hört sich tatsächlich an, als seien die Peewee Bluesgang durch einen Jungbrunnen gestiegen.

Etwas spanisches bzw. südamerikanisches Flair kommt bei der unwiderstehlichen Bluesnummer „Too Much Soul“ rüber, bei der Richard Hagel in Spanisch hoch zählt. Es folgt das Titelstück, das auch als Single ausgekoppelt wurde Hier merkt man von Beginn an schon, das der Song wesentlich kommerzieller angelegt ist. Schnell schiebt sich die Melodie, die von einem französischen Text (von einer weiblichen Stimme gesprochen) eingeleitet wird, ins Ohr. Das ist ein Stück, das auch live sehr gut abgehen wird, da bin ich mir sicher. Dann könnte man dem Song auch noch einige Ecken und Kanten verpassen.

Im ersten Moment dachte ich, jetzt kommt eine Dire Straits-Nummer, als ich den Beginn von „Saturday Night“ aus den Boxen auf mich zufliegen hörte. In diesem Stück liegen nicht nur die Melodie und die Gitarrenarbeit nah an den Briten, auch der Gesang von Richard Hagel passt sich streckenweise an die Megaband an. Das von Karlos gespielte Saxophon verpasst dem Song dann aber eine weitere Note und bringt ihn in eine andere Ecke.

Smoothy und verraucht, so wie aus einer dunklen Bar kommt „Tikki Bar Is Open“ auf den Hörer zu. Dabei kann ich mir gut vorstellen, wie ich auf einem Hocker in einer Bar sitze und mein Bier schlürfe. „Come Back To Me“ ist eine einfühlsame Ballade, die mich wieder ein wenig an Bands wie die Dire Straits erinnert. Allerdings liegen die Peewee’s hier nicht so nah am Sound der Briten. Nach dieser ruhigen Nummer kommt mit „Give Me Your Love“ ein stampfender Blues.

„Can’t Pay“ sticht ein wenig aus dem Album heraus, da hier vorwiegend Akustikgitarre auf Saxophon trifft und dadurch eine jazzige, teils sogar experimentelle Stimmung verbreitet wird. Die letzten beiden Nummern „It’s Just The Way“ und „Armageddon 2012“ sind dann wieder zwei tolle Rocknummern die direkt ins Ohr gehen.

Die Peewee Bluesgang scheint in ihrem zweiten Frühling angekommen zu sein, denn das neue Album „Boudoir de Luxe“ klingt so leicht und locker, so dass man sich seinem Flair nicht wirklich entziehen kann. Eine tolle Bluesrock-Scheibe, die Hagel, Hesse & Co. da eingespielt haben.

Stephan Schelle, Dezember 2011

Das sagt die Presse...

Bericht aus der Reviermucke v. Peter Altenkirch

Pee Wee Bluesgang im Piano, Dortmund, 2011-28-12
Geschrieben von: Peter Altenkirch
Heute Abend war es wieder so weit. Ein Stück Musikgeschichte hat zu ihrer CD Relaese Party ins stil-und charaktervolle Piano in Dortmund eingeladen. "Boudoir de luxe" heißt der neue Longplayer von der Pee Wee Bluesgang und ist nach immerhin 35 Jahren on Tour das 17. Album ( ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt), welches die Pee Wees ihrer treuen Anhängerschaft nun präsentieren.

Um es mal gleich vorwegzunehmen: Die Pee Wees haben hier kurz vor dem Weltuntergangsjahr ein klasse Album dem Volk hinterlassen, mit dem die Zeit bis zum 21.12.2012 (lt. Maya Kalender ist dann Schluss mit lustig) musikalisch attraktiv beschallt werden kann. Nicht nur das gleichlautende Titelstück, welches mit den französischen Gesangseinlagen der charmanten Ina Deutschmann im Wechsel mit Richards Rockröhre angenehm überrascht, nein, das gesamte Album zeichnet sich wohltuend durch seine brilliante Vielfältigkeit aus. Von Rock über Blues, Soul bis hin zu kleineren Jazzimprovisationen werden die Gehörgänge verwöhnt und lassen die Recordeinstellung auf repeat einfrieren.

Aber nun zurück zum Konzert.

20.00Uhr: Die Marius Tilly Band, bestehend aus Benjamin Oppermann bs, Maximilian Wastl dr und Marius Tilly voc, guit, kamen auf die Bühne und trotz ihres Alters (in einigen Staaten der USA werden diese Jungs noch keinen Alkohol kaufen dürfen) spielten die Jungs ohne Scheu und selbstbewusst auf. Auf einer bluesiger Grundlage gestellt, performte die Band rockige Eigenkompositionen und Coverversionen mit Soul und auch Jazzeinschlag. Sehr schön. Marius hervorragende Gitarrenarbeit wurde auch vom Publikum entsprechend lautstark honoriert. Diese Band steht noch am Anfang ihrer Karriere. Bei diesem Potenzial dürfen wir noch auf einiges gespannt sein. Viel Erfolg.







Gegen 21.15Uhr enterten dann die Pee Wees die Bühne.

Richard Hagel-Vocals & Maracas

Thomas Hesse-Guitars & Vocals

Andreas Müller-Bass

Martin Siehoff-Drums

Karlos Boes-Saxaphone

Nico Kozuschek-Keyboards







Etwas aufgekratzt und zappelig begrüßte Richard das Publikum, stellte sich einen Notenständer (anstelle eines Teleprompters) sicherheitshalber in Sichtnähe - die Texte des neuen Longplayers sitzen wohl noch nicht so 100%- und gab dann das Zeichen zu einer, wie immer, mitreißenden Show. Gestartet wurde mit Just in Heaven aus dem Boudoir de Luxe Album. Zu Beginn kam Richards Stimme noch etwas gebremst rüber. Das änderte sich aber schnell. Beim zweiten Song des Abends Too much Soul hatte seine Stimme schon Betriebstemperatur aufgenommen. Es folgten Whats love about und Come back to me gefolgt von Saturday Night, welches nicht nur aus des Hesses Thomas Feder stammte, nein Thomas durfte hier auch seine Gesangskünste darbieten. Richard war so von den Socken, ob der gelungenen Gesangseinlage, dass er sich die Schuhe von den Füßen riss und fortan das Konzert barfüssig bestritt. Ein weiterer Höhepunkt folgte dann mit dem Titelstück des Abends Boudoir de Luxe . Ina Deutschmann gesellte sich zu den Jungs. Anfangs ein wenig schüchtern und nervös hatte sie dann doch nach wenigen Augenblicken Stimme und Auftritt souverän in Griff und durfte sich anschließend zu Recht vom Publikum feiern lassen. Die Pee Wees spielten natürlich auch ihre alten Klassiker. Allen voran California . California zu lauschen ist immer wieder ein Genuss. Immer wieder ein Genuss ist auch Thomas Gitarrenarbeit. Ob slidemäßig unterwegs auf seiner giftig grünen sechsaitigen bei Crazy about you/ German Rock´n Roll Band oder seiner Interpretation von Hey Joe, Thomas ist ein Könner seines Faches. Das kann man von den anderen Jungs natürlich auch mit Fug und Recht behaupten. Martin an den Drums hatte alles im Griff. Druckvoll trieb er gemeinsam mit Andy am Bass den Rhythmus an. Nico an den Keyboards bewies nicht nur bei Hey Joe mittels seines Improvisationssolos sein Können. Karlos hatte die Setliste anscheinend nicht auswendig gelernt und musste sich das ein und andere Mal vergewssern, welcher Song als nächstes kam, dennoch verpasste er keinen Einsatz und begeisterte mit seinen Solis das Publikum.

Mit dem zukunftsweisenden Armageddon beendenten die Pee Wees ihren umjubelten Set. Als Zugabe gab es noch das knallige 24Hours und der Abschluss bildete wie so oft das treffende When the game is over.

Ich kann euch aber versichern: Das Game ist noch lange nicht vorbei. Im nächsten Jahre geht es weiter-auf das es niemals enden wird.

Hier die Setliste:

Just in Heaven, Too much Soul, What´s love about, Come back to me, Saturday Night, Boudour de Luxe, California, Crazy about you, Germann R.R. Band,Make my day, Tikki Bar, It´s just the way, You can´t kill me, Armageddon

encore:

24 Hours, When the Game is over

Comeback mit viel Spielfreude

>>Rhede. ,,Wir sind wieder da" schien das Motto der fünf Musiker aus Iserlohn zu sein. Die Peewee-Bluesgang kam nach anderthalb Jahren Pause ins Showgeschäft zurück und
gab im ,,Blues" eines ihrer ersten Konzerte nach dem Comeback. Die Spielfreude und das Feeling der Musiker brachte das Publikum von Anfang an in Stimmung. Richard Hagel (Gesang), Thomas Hesse (Leadgitarre), Martin Siehoff (Drums), Nicolas Kozuschek (Keybord) und Andreas Müller (Bass) präsentierten einen Mix aus Rock und Rythm & Blues vom Feinsten und begeisterten mit neuem Drive die zahlreichen Besucher in der heimeligen Clubatmosphäre des Blues.
,,Die Songs sind zu 99 Prozent von uns selbst geschrieben, wir spielen echten "PeeWee Sound" erklärte Richard Hagel. Man

müsse nicht nach Memphis kommen, um guten Blues zu hören. Mit ,,Make my day" und ,,Fall in love" wurden die fünf Musiker ihrem Ruf, als eine der besten Bluesbands in Deutschland gerecht. Während ,,California" die Besucher zum Träumen verführte, rockte die Band mit ,,German R. R. Band" und riss die Fans mit. Richtig auf Touren kamen die Zuhörer bei ,,You can`t kill me twice". Das Gitarrensolo von Thomas Hesse war eine Klasse für sich. Zwischendurch hielt Sänger Richard Hagel, im Lagerfeld-Look, immer einen Witz über das Sauerland parat, die Gäste, nicht nur musikalisch bei Laune. Besonders im zweiten Set wurde die technische Brillanz der Musiker deutlich. ,,Tikki bar is open" mit Nicolas Kozuschek

am Keybord war ein Genuss. ,,You give a little smile", ,,PeeWee Shuffle", ,,Slow Blues" oder ,,Sweet blue Angel" stammen aus der Feder von Thomas Hesse. Der musikalische Kopf der Band erhielt lang anhaltenden Beifall für sein Solo in ,,Bombay Eyes". Später wagten sich die Musiker mit ,,Hey ]oe" an eine heiße Kiste, bestanden jedoch mit Bravour. Fast 15 Minuten standen die Zuhörer unter Spannung und lauschten einer gelungenen Version. Besonders das grandiose Gitarrenspiel des Leadgitarristen begeisterte auch hier. Jimi Hendrix hätte seine wahre Freude gehabt. Die nimmermüden Fans forderten immer wieder Zugaben. Es war ein schweißtreibendes Konzert mit begeisterten Publikum, ein Abend im Blues, wie man ihn sich wünscht.<< Gudrun Schröck

Pee Wees feierten grandioses Comeback

Mit neuem Keyboarder jetzt noch satterer Sound / "7th Dawn" und "Mark Four" wärmten das Publikum beim ersten Sommerrock-Konzert vor

Stefan Jahnke, Iserlohn.
>>Es war das heiß erwartete Comeback der PeeWee Bluesgang, und die vielen Fans der Iserlohner Urgesteine wurden beim Auftaktkonzert des Rocksommers in Barendorf nicht enttäuscht: Die Bluesrocker um Richard Hagel und Thomas Hesse lieferten eine gnadenlos gute Show mit vielen neuen Songs und in einer Besetzung, die bestens zusammenpasst. Lange Zeit hatte die Bluesgang auf einen Keyboarder verzichtet, doch nun ist mit Nicolas Kozuschek endlich wieder ein Mann an den Tasten (inklusive Fender Rhodes) dabei und macht den Sound um Einiges satter. So war es für die Bluesgang mit Friedbert Falke an den Drums und Saxophonist Karlos Boes

ein Leichtes, das Publikum auf ihre Seite zu bringen. Als Top-Act des ersten Sommerrocks hatten sie natürlich auch den Vorteil, dass ,,7th Dawn" mit kompromisslosem Alternative-Rock und die in Erinnerungen an die großen Rock-Hits der 70er und 80er Jahren schwelgenden ,,Mark Four“ das Publi-
kum schon in Stimmung gebracht hatten. Wir freuen uns riesig auf den Auftritt und sind richtig gut drauf", beschrieb Saiten-Virtuose Thomas Hesse die Stimmung vor dem großen Revial. Und dieses Gefühl übertrug sich vom ersten Riff an auf die PeeWee-Fans. "Es war trotz der kühlen Witerrung doch ein echt gelungener Start in die neue Saison", freute sich Organisator Thomas Herr.<<

DAS KANN DOCH NICHT ALLES SEIN

LÜDENSCHEID · ,,Give me your soul, I give you my blues". So heißt das Motto am Samstagabend bei der Blues- und Rocknight in der Gaststätte Dahlmann. Haupt-Act des Abends ist die Wiedervereinigung einer lebenden Legende: Die ,,PeeWeee-Bluesgang" wird den Abend
gestalten. Frontmann Richard Hagel freut sich zusammen mit seinen Bandkollegen und den ,,Lonesome Groovers" auf den Auftritt in der Berg-
stadt. 1977 wurde die ,,Pee-Wee"-Bluesgang in Iserlohn gegründet. Inzwischen liegen drei Jahrzehnte Bluesrockgeschichte hinter den Musi-
kern, in denen sie sich in der Musik-Szene auch international einen Namen gemacht haben. Sänger war in den ersten zwei Jahren Reiner Hänsch (,,Zoff"). lhn loste 1979 Richard Hagel ab und singt bis heute in der ersten,,PeeWee“-Reihe. Gesundheitlichen Problemen im vergangenen Som-
mer zum Trotz ist der Iserlohner nach eigenem Bekunden ,,fit für die Tour". Nach einem leichten Schlaganfall wurde ihm im Juli dieses Jahres ein Herzschrittmacher eingesetzt. ,,Da hat‘s mich kalt erwischt! Aber nun sieht‘s wieder gut aus, und ich möchte nach vorne schauen", erzählt der Sänger im Gespräch mit den LN. Und weiter: ,,Der Applaus ist des Künstlers Brot." Und so zieht es Hagel wieder auf die Bühne: ,,Ich mache schließlich schon Musik seit 1964" und bezeichnet sich im gleichen Atemzug als ,,Musiker von Haus

aus". Seit sich die fünf ,,Pee-Wees" Ende 2008 nach 31 Jahren Bandgeschichte entschieden hatten, getrennte Wege zu gehen, vermisste Richard Hagel die Musik in seinem Leben. ,,Damals war ich einfach ausgebrannt. Der Job und die Band, das war mir zuviel." So erklärt der Sänger seine Beweggründe, die zur Auflösung der Bluesband führten. Nachdem er schließlich vor etwa einem Jahr in Rente ging und sich nun scherzhaft als ,,Privatier" ,bezeichnet, war der Gedanke da: ,,Das kann doch jetzt nicht alles sein". Er rief Thomas Hesse an, sein langjähriger Bandkollege und Gründungsmitglied der ,,PeeWee"—Bluesgang. Eins kam zum andern, und schon sind die Bluesrocker nun in neuer Besetzung,,Back on the Road again". Das gleichnamige Album, das die Iserlohner im Gepäck haben, ist eine Mischung aus alten und neuen Songs und bereits die 16. Platte der Gruppe.
Zu Sänger Richard Hagel und Gitarrist Thomas Hesse gehören Martin Siehoff am Schlagzeug und Gastmusiker Karlos Boes von der Helge-
Schneider-Band am Saxophon. Neu hinzugekommen sind Nicolas Kozuschek am Keyboard und Bassist Andreas Müller. Unterstützt werden
die ,,PeeWees" von den drei,,Lonesome Groovers", David C. White, Thomas Hesse und Andy Mester. Wer das ,,Comeback des Jahres“ der lserlohner Bluesrocker erleben mochte, sollte sich bei Dahlmann oder im LN-Ticketshop an der Schillerstrasse ein Ticket im Vorverkauf besorgen.

Revier-Mucke aus dem Piano in Dortmund v. 29.12.10

Geschrieben von: Peter Altenkirch

Sie sind wieder da!!!

Endlich, die Pee Wees sind wieder unterwegs . Richard Hagel und sein
Kompangon Thomas Hesse hatten nach einer über einjährigen
Schaffenspause vor ein paar Monaten eingesehen, dass die Welt ohne die Pee
Wee Bluesgang doch um einiges an Reiz verloren hat und es nunmehr an der
Zeit ist, ihre seit über 3 Jahrzehnten andauernde
Rhythm&BluesSoulRockShow fortzuführen. Das ist gut für die Band –
und dass ist gut für alle, die die Pee Wees live erleben dürfen.

Im April diesen Jahres hatten die Pee Wees ihr Warm Up Konzert in Essen. Im
Mai/Juni wollten sie dann mit ihrer neuen Band wieder durchstarten.
Leider hat dem Richard die lange Bühnenabstinenz nicht gut getan, so
dass die Medizinmänner ihm eine mehrwöchige Erholungspause verordneten,
bevor es dann mit den nächsten 3 Jahrzehnten „on the road“
weiter gehen kann.

Kurz vor dem Jahreswechsel wurde das treue Publikum im Piano, welches sich
weder durch Straßenglätte und Schneemassen daran hindern ließ , hier zu
erscheinen, mit einem tollen Auftritt der Pee Wees belohnt. Hierzu
später mehr.

Gegen 19.50Uhr betraten die Herren Michael van Merwyk, Gitarre und Gesang,
und Gerd Gorke, Mundhamonika und Gesang, die noch weihnachtlich
geschmückte Bühne, gaben sich als die Delta Boys zu erkennen und
verzückten das Publikum sodann mit ihren Interpretationen verschiedener
Blues und Countryklassiker sowie auch eigenen Reimen. Die beiden
Latzhosentragenden Kleidungstrendsetter haben es drauf. Michaels
Gitarrenspiel und Gesang geht sofort unter die Haut. Sein Delta Kollege
Gerd, der ein Dutzend Mundharmonikas um den Bauch gebunden und noch ein
weiteres halbes Dutzend auf der Bühne verteilt hatte, bestach ebenfalls
durch seinen ausdrucksstarken Gesang und seinem facettenreichen Harpspiel.
Respekt. Das von der Weihnachtsgans noch etwas geschwächte Publikum
benötigte einige Zeit, bis es dann die Leistung der beiden Boys dann
auch lautstark würdigte. Jihaa. Mit einer gelungen Interaktion mit dem
Publikum von „ring of fire“ verabschiedeten sich die beiden
dann gegen 20.30Uhr und machten die Bühne für die Pee Wee Bluesgang frei
.Hier noch einmal zum Mitsingen:

I Fell Into A Burning Ring Of Fire
I Went Down, Down, Down
And The Flames Went Higher
And It Burns, Burns, Burns
The Ring Of Fire
The Ring Of Fire

Kurz vor 21.00Uhr betrat dann die Pee Wee Bluesgang in ihrer neuen
Besetzung die Bühne:

Richard Hagel Vocals
Thomas Hesse Gitarre
Karlos Boes Saxophone
Martin Siehoff Drums

und die Neuen
Nicolas Kozuschek am Keyboard
und Andreas Müller am Bass

Die Pee Wees starteten fulminat mit „Make my day“ aus ihrem
aktuellen Longplayer „Back on the Road again“ dessen Titel
durchaus als Programm zu verstehen ist.

Wow. Gleich von Anfang an bewies Richard, dass er trotz Zwangspause nach
wie vor einer der besten Liveperformer ist, der uns den Blues und Soul
mittels seines charismatischen Auftretens und seiner heißen Stimme
näher bringt. Es folgten „Fall in Love“ und „What´s
about Love“, gefolgt von dem Klassiker „California“,
welcher gefühlvoll zurückhaltend begann und dann von Karlos Boes Sax
angetrieben sich zu einem gewaltigen Soundwall aufbaute. Zu „German
R.R. Band“ schnallte sich Thomas ein giftgrünes Saiteninstrument um,
stülpte sich den Bottleneck auf den kleinen Finger und gab uns ein
slidegitarrenfest vom Allerfeinsten.

Zwischendurch hatte es Martin geschafft, eines seiner Hänge Toms dermaßen
zu bearbeiten, dass es repariert werden musste. Thomas und Richard
erzählten derweil gelassen Geschichten aus ihrer gemeinsamen
Vergangenheit. Auch die gesundheitlichen Probleme von Richard waren kein
Tabuthema. Die Zwangsumbaupause nutzte Thomas auch dazu, Bier auf die
Bühne zu ordern. Das beruhigte mich doch ungemein, ich hatte schon Angst,
dass Thomas krank sei.

Nach 5 Minuten ging es dann mit „I´m crazy about you“
weiter. Der Höhepunkt des Abends war für mich das folgende „You
can´t kill me twice“. Thomas hat sich hier selbst übertroffen.
Sein Gitarrensolo war einfach umwerfend. Seine Gitarrenarbeit und Solos
kann man eigentlich nicht oft genug loben, aber das hier haute einen um.
Toll. Man sollte aber nicht vergessen, dass nur durch das hervorragende
Zusammenspiel der Band es möglich ist, ihm derartige Freiräume für
solche zauberhaften Solos zu schaffen. An dieser Stelle, ohne die
Leistung der anderen schmälern zu wollen, sollte auch ein großes Lob an
Andreas Müller am Bass ergehen. Obwohl er erst seit ein paar Wochen mit
den Jungs zusammen arbeitet und in allen möglich Projekten von Jazz
über Reggae bis hin zur Weltmusik unterwegs ist, scheint er sich
mühelos bei den Pee Wees integriert zu haben und bereichert die Pee Wee
Bluesgang durch sein druckvolles und facettenreiches Spiel. Das trifft auch
auf den neuen Tastenmann Nico zu. Sein Solo in „ Tikki Bar“ war
wirklich herausragend.

Es folgten „You give a little smile“, der „Pee Wee
Shuffle, „Tikki Bar“, „Slow Blues“ „Sweet
Blue Angel“ bevor dann nach einem ca 5 minütigem
Einführungsinstrumental, welches stark an „Welcome to the
Machine“ von Pink Floyd erinnerte, ein Hochgeschwindigkeits
„Hey Joe“ über das Publikum hinwegfetzte. Mann o Mann, das
raubte einem schon den Atem. Frenetischer Beifall. Als Zugabe spielten die
Pee Wees noch „24 Hours“ und „When the game is
over“. Wie passend.

Die Pee Wee Bluesgang als Six Pack sind eine musikalische Wucht. Ich freue
mich auf das Jahr 2011 , in dem die Pee Wees weiter Gas geben werden.

"PeeWee"-Frontmann Richard Hagel über die Reunion der Bluesgang


>>Leuchtturm der Rockmusik

Pee Wee Bluesgang beim Jubiläumskonzert ohne Denkmal-Staub

Der Rahmen hätte wohl wirklich nicht stimmungsvoller gewählt werden können. Die alte Iserlohner Schauburg, ein seit Jahrzehnten unbenutzter Veranstaltungssaal mit einem tüchtigen Schuss morbiden Charme, war die nostalgisch - malerische Kulisse für das Vierteljahrhundert - Jubiläums - Konzert der Pee Wee Bluesgang.

Richard Hagel, Thomas Hesse, Heribert Grothe, Peter Schulte und Martin Siehoff hatten frühere Weggefährten und aktuelle Gastmusiker(innen) mit auf die Bühne geladen, um 25 Jahre Rock- und Bluesgeschichte abermals aufleben zu lassen.

Hagels heiße Stimme, Hesses geniale Gittare und Schultes sensationelles Saxophon aber blieben über den ganzen langen Abend hinweg die wahren Leuchttürme eines bunten, fetzigen und manchmal melancholisch-angehauchten Programms.

Die vielen hundert Zuhörer, angereist aus allen Teilen der Republik, erlebten eine Oldienacht voll vitaler Gegenwärtigkeit. Pee Wee Bluesgang hat trotz tausender Auftritte in Clubs und Hallen, Open Airs und Studios, nichts von ihrer Stimmgewaltigkeit, technischen Brillianz und unmittelbaren Spielfreude verloren.

So war dieses pralle Geburstagskonzert eine selbstbewusst - fröhliche Bestandsaufnahme von Können und keineswegs ein sentimentaler Rückblick von Bluesbrüdern.

(Iserlohner Kreisanzeiger vom 23. September 2002)



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>>Die Band verwandelte den Saal einmal mehr in einen Schmelztiegel aus schweißtreibendem Rhythm und ultimativem Blues-Rock vom feinsten<<
(Westfälische Allgemeine)





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>>Geradeaus, kompromißlos, schnörkellos und mit vitalem Drive - das ist die PEEWEE Bluesgang, die als Vorgruppe schon so manchen Star alt aussehen ließ.<<
(Hamburger Abendblatt)





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>>Auch die Coverversionen einiger Stücke von Clapton bis ZZ Top brachten die PEEWEES nicht schlechter daher als ihre berühmten Vorbilder.<<
(Münchner Merkur)



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>>Man muß nicht unbedingt in Chicago wohnen, um genialen Blues zu hören<<
(Kölner Stadtanzeiger)





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>>Mit der PEEWEE Bluesgang trat erstmals in Lübeck eine Gruppe auf, die den Blues perfekt beherrscht. Die überschäumende Begeisterung und die nicht enden wollenden Forderungen nach Zugaben seitens des Publikums stellten dies eindrucksvoll unter Beweis.<<
(Lübecker Nachrichten)



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>>PEEWEE Bluesgang entfesselt rauschende Klanggewitter<<
(Neue Osnabrücker Zeitung)



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>>Über 20 Minuten lang brandet "Hey Joe" wie ein Orkan durch den mal stillen, mal tobenden Saal. Meister Hendrix wäre stolz auf diese Gesellen.<<
(Frankfurter Rundschau)



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>>Das technische Können aller beteiligten Musiker ist auf einem besonders hohen Niveau anzusiedeln, was nicht zuletzt auf die Arbeit an bisher acht LPs zurückzuführen ist.<<
(Darmstädter Echo)



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>> PEEWEE Bluesgang: Je öfter desto besser!<<
(Dresdner Morgenpost)



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>> Die Fans gerieten völlig aus dem Häuschen.<<
(Wiesbadener Kurier)



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>> Die PEEWEES stellten einmal mehr unter Beweis, daß sie mit ihrem absoluten Feeling für den Blues erst da anfangen, wo viele andere Bands leider schon aufhören.<<
(Rheinische Post)





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>>Pee Wee Bluesgang
25 Jahre Easy Blues aus Iserlohn

Kraftwerk aus Düsseldorf dozierten in den Siebziger, der schwitzende Musiker gehöre der musikalischen Steinzeit an. Die PeeWees aus dem nahen Sauerland widersprechen seit 1977 über hundert Mal im Jahr erfolgreich. Sie liegen richtig: das heißt, sie schwitzen richtig. Ihr Bluesrock dampft, mal köchelnd, mal überschäumend, dabei immer exakt dosiert in der Würze: Peter Schulte gerät am Sax in Ekstase, verliert sich aber nie, Heribert Grote und Martin Siehoff an Bass & Drums braten, aber sie brettern nicht. Thomas Hesse, ein Solo-Künstler im Team schreibt fast alle peewee-Songstories, die Richard Hagel vorsingt. Zu Peewees Vorbildern gehören B.B. King, Ray Charles, Hooker und Hendrix, dessen" Hey Joe" der Gang einen episch-ekstatischen Vorwand für alle Register bietet. Sound und Grundstimmung sind glaubwürdig, davon zeugen mehr als 15 Alben-Veröffentlichungen.
(Good Times)





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>>Die Band aus dem Sauerland steigt so halsbrecherisch in den Turbo-Boogie" I Saw Elvis In Disguise" ein, als ob man ihnen" Live im Henkelmann" im Oktober 2000 nur 30 Minuten zugestehen wollte. Indes, das Quartett durch eine Sängerin verstärkt, bekommt bei seinen beiden Sets über zwei Stunden zeit, sich in diversen Spielarten des Blues auszutoben. Tom Hesses Songs wie" Daydream" gewinnen durch geschickte Themenwechsel." California" verführt zum Träumen, und auch aus Standards wie" Thrill Is Gone" wird durch ansteckende Spielfreude Frisches gequetscht." Hey Joe" wird in 15 dramatischen Minuten abgefeiert. Hesses " Driver Of The Last Corfette" ist dabei ebenso reizvoll wie Duke Robillards " Too Hot To Handle".
(Good Times)



Den kompletten Bericht findet man unter folgenden Link
nb ganzen Bericht findet